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Reichenauer Klosterkochbuch
Das Kloster Reichenau war eine Benediktinerabtei in Mittelzell auf der Insel Reichenau im Bodensee, Baden-Württemberg. Das Reichenauer Kochbuch aus der Badischen Landesbibliothek ist Bestandteil einer Sammelhandschaft die sich überwiegend mit kirchlichen Themen befasst. Die Kochanweisungen haben keinen Bezug zu den anderen Schriften.
Die Kochanweisungen sind gut sortiert und folgen einer Ordnung. Die Sprache ist schwäbisch-alemannisch, insgesamt gut lesbar und verständlich. Im laufenden Text tauchen bekannte Bezeichnungen auf: Fürhess, Bubenpfulben und Pfeffer. Die bevorzugten Gemüse sind Mangold, Kohl, Kürbis oder . Als Gewürze sind Salz, Pfeffer, Kümmel oder Safran namentlich genannt. Fleisch als solches wurde nicht bezeinet, jedoch typische Innereien wie Leber.
Das Reichenauer Kochbuch ist für das niedere Volk zu hochwertig und für den Adel wären es höchstens Alltagsspeisen. Das Buch beinhaltet keine Festtagsspeisen.
Es liegt nicht in meinem Interesse das gesamte Buch zu übersetzen und zu rezeptieren. Ich habe einen Querschnitt zusammengestellt der zeigen soll, wie interessant man um 1470 zu kochen verstand.
Register Reichenauer Kochbuch
| 1. Pasteten |
| 2. Pfeffer |
| 3. Fürhess |
| 4. Sulzen |
| 5. Bär |
| 6. Gans |
| 7. Krebs und Fisch |
| 8. Eier |
| 9. Mus |
| 10.Geflügel |
| 11.Fleisch und Wurst |
| 12.Kompott und Latwärgen |
| 13.Gemüse |
